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Da hatte der philharmonische Cellist Daniel Thiele wohl Recht, als er verkündete, dass man an diesem Nachmittag in der Villa Teresa Werke erleben würde, die garantiert unbekannt sind. ... Das Klavierquartett fis-Moll von Frank Bridge stammt aus dem Jahre 1910 und ist durch und durch traditionell gehalten, farbenreich, stimmungsdicht - …. Man erlebte eine überaus differenzierte, lebendige Wiedergabe. Als ebenfalls konservativ entpuppte sich das Streichtrio G-Dur von Ernest Moeran, das dieser 1931 schrieb. ... Die drei Musiker vertieften sich mit Leidenschaft und Präzision in das vielschichtige, von einer großen dynamischen Bandbreite geprägte Werk. Typisch für Arvo Pärt ist sein Tintinnabuli-Stil, den man auch in dem Duo "Spiegel im Spiegel", hier von Cello und Klavier vorgetragen, wiederfindet. ... In der Interpretation von Camillo Radicke und Daniel Thiele hielten sich Empfindsamkeit und die herausgestellte Strenge der Komposition auf eindrucksvolle Weise die Waage. Mit dem letzten Werk des Nachmittags war es etwas Seltsames. Es handelt sich um das Klavierquartett in a-Moll des Beethoven-Zeitgenossen Conradin Kreutzer, mit dem der Hörer schnell auf Du und Du stand, so als habe er es schon viele Male gehört. … Das Freie Ensemble Dresden blieb diesem selten gespielten Werk (warum eigentlich?) weder in puncto Expressivität noch hinsichtlich der Klangschönheit irgendetwas schuldig.
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