Kritik löschen

Löschvorgang bestätigen

 
Datum: 19.12.2006
Kritiker: Heinz Weber, Sächsische Zeitung
Kritiktitel: Ein grandioses Konzert
Kritik: ....Das Freie Ensemble Dresden präsentierte sich als Streichquartett mit einer Flötistin - alles Mitglieder der Dresdner Philharmonie oder der Sächsischen Staatskapelle. Was wir zu hören bekamen, war Kammermusik vom Feinsten. Welch ein Zusammenspiel, welch eine Homogenität, welch eine Dynamik, welch eine Spannung!

....Das Quartett, jedes Mitglied ein ausgezeicneter Solist für sich, kredenzte das Jugendwerk des großen Meisters [Mozart] mit unnachahmlicher Eleganz, Leichtigkeit und Spritzigkeit. Gaetano d'Espinosa, Eva Lüdenbach, Kerstin Beavers und Daniel Thiele, der Rex Spiritus der Gruppe, demonstrierten, wie man miteinander musizieren. Es war ein Ohren- aber auch ein Augenschmaus.
Die Serenade in G-Dur von Max Reger für Flöte, großartig geblasen von Mareike Thrun, Violine und Viola, ist ein unterhaltsames, humorvolles Stück, von zauberhaft lyrischen Gedanken unterbrochen. Der oft geschmähte Komponist muss es wohl in weinseliger Laune geschrieben haben.

Mozarts Quartett in A-Dur für Flöte, Violine, Viola und Cello wurde nach einem anmutigen Einleitungsthema mit absoluter Hingabe musiziert. Mozarts Musik schwebte förmlich. Hier wie auch im letzten Werk des Konzertes, dem Streichquartett in C-Dur von Dimitri Schostakowitsch, führten uns die Künstler vor, was ein hellwaches Zusammenspiel zuwege bringen kann. Ob russische Schwermut, ob tänzerisch Beschwingtes, ob Leidenschaft, ob Temperament, ob Dramatik - wir durften miterleben, dass Spannung zu erzeugen über einen ganzen Satz hinweg zu den großen Stärken dieses Ensembles zählt. Ein großer Tag für das voll besetzte Haus.
 
 
 
Kritikenübersicht | Administrationsbereich | Homepage